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Dora Lenart

Ein Sprungbrett in den Lehrerberuf?

Masterarbeit: "Should Governments Influence Their Citizens' Choices in Order to Prevent Future Climate Change?" (Oktober 2017)

Arbeitet als Gymnasiallehrerin

Ich war im dritten Semester des Bachelorstudiums Philosophie an der Universität Graz, als das Studium „Political, Economic and Legal Philosophy“ gegründet wurde. Damals habe ich mich hauptsächlich für politische Philosophie interessiert und das Programm klang interessant. Vor allem hat mich das Thema der Klimagerechtigkeit begeistert. Das Studium war dann sogar noch viel interessanter und umfangreicher, als ich anfangs dachte. Die zentralen Themen, die ich mir im Rahmen der Lehrveranstaltungen immer wieder aussuchte, waren Klimagerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit, Gender Studies, und Ethik – und ich kann jetzt mit Gewissheit sagen, dass ich das Werkzeug besitze, mich weiter mit der Philosophie und mit allen anderen gesellschaftlichen Themen zu beschäftigen.

Während des Studiums dachte ich nicht besonders viel daran, wie meine Karriere aussehen wird. Ich wollte nur so viel wie möglich über die Themen der praktischen Philosophie erfahren, lernen und am Ende vielleicht auch was Eigenes produzieren. In meiner Masterarbeit bei Prof. Dr. Lukas Meyer habe ich über den libertären Paternalismus und seine Mittel für den Kampf gegen den Klimawandel geschrieben und das Studium damit erfolgreich abgeschlossen. An der Karl-Franzens-Universität inskribierte ich ein Doktoratsstudium der Philosophie. In meiner Dissertation möchte ich eine feministische Kritik des Liberalismus und Kommunitarismus schaffen.

Aber das ist ein langfristiges Ziel, denn ich erwarb an der Universität Maribor in Slowenien eine Zusatzqualifikation, mit der ich unterrichten kann. Seitdem unterrichte ich Philosophie am Gymnasium Poljane in Ljubljana. Es ist kein typischer Lebensweg einer PELP-Absolventin, aber der beste, den ich mir hätte aussuchen können. Der PELP-Abschluss ist dabei äußerst hilfreich, denn Philosophie kann in Slowenien auch als Wahlfach bei der Maturaprüfung gewählt werden. Das bedeutet, dass eine Gruppe von Schüler*innen mit dem Lehrer oder der Lehrerin ein ganzes Schuljahr einen Text aus dem westlichen philosophischen Kanon und ein Thema bearbeitet. Das Thema, mit dem wir uns derzeit befassen, lautet „Individuum und Gesellschaft“ und ist damit eines, das auch im PELP-Master zentral ist. Meiner Meinung nach ist das Thema für ca. 18-jährige Schüler*innen sehr gut geeignet, um zu reflektieren, was in der Gesellschaft vor sich geht. Dies ist wichtig, denn sie sind nun wahlberechtigt und in allen Aspekten an der Schwelle zum Erwachsenwerden, was heißt, dass sie lernen müssen, Verantwortung zu übernehmen.

Aus meiner Sicht ist das, was man im PELP-Studium mit auf den Weg bekommt, vor allem das philosophische Werkzeug, um sich in die Themen, die die Gesellschaft bewegen, zu vertiefen. Die Aufgabe der PELP-Absolvent*innen sehe ich darin, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten und Kritik zu üben. Das sollte generell die Aufgabe der Philosophie sein – Das bestehende System zu analysieren, zu kritisieren und mögliche Alternativen zu untersuchen.

Wenn ich mir die momentane politische Situation in Europa, und vor allem in Slowenien, wohin ich nach meinem Studienabschluss zurückgezogen bin, ansehe, leben wir in gefährlichen Zeiten: Autoritäre, nationalistische Politiken haben den politischen Raum überflossen. In solchen Zeiten ist das durch das PELP-Studium erworbene Werkzeug äußerst wichtig. Es scheint, dass die hart erkämpften Werte wie Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie bald eine Sache der Vergangenheit sein werden, bloß eine süße Erinnerung. Vor uns Philosoph*innen liegt die Aufgabe, diese Werte, die uns bisher vielleicht selbstverständlich schienen, zu schützen. Wir müssen eine aktive Rolle übernehmen, eine Analyse und Kritik schaffen, um ungerechte Gesetze und Gesetzgeber zu stoppen. Wir müssen als moralische Akteure handeln, unabhängig davon, was die Regierung von uns verlangt und durch aktives Denken, Kraft unseres Verstandes, eine Gesellschaft schaffen, in der jeder Mensch autonom und in Solidarität mit anderen Menschen handeln können wird.

Studienkoordination

Univ.Prof. Dr.

Lukas Meyer

Studienkoordinator
Ass.Prof. Dr.

Pranay Sanklecha

Stellv. Studienkoordinator

Kontakt

Projektmanagement / Erste Ansprechperson
Attemsgasse 25/II 8010 Graz
Mag. Kanita Kovacevic Telefon:+43 (0)316 380 - 2299
Fax:+43 (0)316 380 - 9705

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