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Summerschool Grindelwald 2018

Aktuelle Debatten in der Politischen Philosophie

Wie schon in den vorangegangen Jahren fand auch 2018 eine Summerschool in Kooperation der Masterprogramme PLEP (Bern), EELP (Bochum) und PELP (Graz) statt, und zwar vom 3. bis 8. Juni im Tagungshaus Lauchbühl (Grindelwald) im Berner Oberland. Vor der Kulisse der Schweizer Alpen bekamen Studierende und Lehrende der Universitäten Graz, Bern und Bochum die Gelegenheit, sich kennenzulernen und zu vernetzen sowie auf Englisch über aktuelle Fragestellungen in der Politischen Philosophie zu diskutieren. Die großen behandelten Themenblöcke waren Moralpsychologie und demokratische Theorie, globale Armut und Konsumethik, Menschenrechte sowie Migration und die Debatte um globale Bewegungsfreiheit.

Pro Tag fanden durchschnittlich drei 90-minütige Einheiten statt, in denen entweder die Lehrenden überblickshaft in eines der Themen einführten oder zuvor von den Studierenden gelesene Texte besprochen wurden. Daneben bestand die Möglichkeit, sich an Wandertouren und weiteren sportlichen wie sozialen Aktivitäten zu beteiligen. Es gab also auch außerhalb der Einheiten ausreichend Gelegenheit, sich mit den anderen über Fragen der Politischen Philosophie auszutauschen.

Am Montag ging es mit Dr. Norbert Paulo (Graz) um (hypothetische) biomedizinische Methoden der Verbesserung des Menschen in moralischer Hinsicht. Im Zentrum stand die Frage, welche Implikationen die Anwendung solcher Methoden für die Demokratietheorie hätte und was eigentlich die psychologischen Bedingungen für das Funktionieren der Demokratie sind.

Am Dienstag diskutierten wir mit Prof. Corinna Mieth (Bochum) anhand einschlägiger Texte von Peter Singer und Thomas Pogge Fragestellungen rund um die Problematik globaler Armut. Am Nachmittag konnten wir auf einer gemeinsamen Wanderung diesen und weiteren Themen weiter nachgehen.

Am Mittwoch führte Prof. Markus Stepanians (Bern) uns anhand eines Übersichtsartikels von Cruft, Liao und Renzo in den derzeitigen Stand der Debatte um Menschenrechte und ihre philosophische Rechtfertigung ein. Außerdem präsentierte Prof. Mieth ihre Überlegungen zur Konsumethik, was uns die Möglichkeit gab, am vorherigen Tag aufgetauchte Probleme und offen gebliebene Fragen vertieft zu besprechen.

Am Donnerstag diskutierte Prof. Anna Goppel (Bern) mit uns die Frage, ob vorausgegangener Aufenthalt in einem Staat eine Bedingung für die Verleihung des Wahlrechts in diesem Staat sein sollte. Danach führte uns Dr. Andreas Cassee (Bern) in die Debatte um internationale Bewegungsfreiheit ein und stellte ein Plädoyer für offene Grenzen vor. Im Rahmen dieser Debatte diskutierten wir auch einen Text von Michael Blake, in dem dieser für ein Recht von Staaten argumentiert, unter bestimmten Umständen unerwünschte potentielle Immigrierende auszuschließen.

Am Freitag diskutierte Prof. Goppel bezugnehmend auf einen Text von Shacknove mit uns die Frage, was den Flüchtlingsstatus ausmachen sollte. Im Rahmen einer kurzen Abschlussrunde hatten wir dann die Möglichkeit, Feedback zum Ablauf und Inhalt der Summer School zu geben, bevor wir dann am Nachmittag die Heimreise antraten.

Die Summerschool war für die Studierenden wie für die Lehrenden sehr interessant und lehrreich. Vor allem aber hat sie viel Spaß gemacht. Wir hoffen, dass sie auch in den nächsten Jahren wieder zustande kommt.

Studienkoordination

Univ.Prof. Dr.

Lukas Meyer

Studienkoordinator
Dr.phil

Norbert Paulo

Stellv. Studienkoordinator

Kontakt

Projektmanagement / Erste Ansprechperson
Attemsgasse 25/II 8010 Graz
Mag. Kanita Kovacevic Telefon:+43 (0)316 380 - 2299
Fax:+43 (0)316 380 - 9705

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